Plastikmüll

Wo kommt der ganze Plastikmüll
in unseren Weltmeeren her?

Jedes Jahr landen bis zu acht Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren - Prognosen besagen, dass bis zum Jahr 2050 mehr Plastikteilchen als Fische in den Ozeanen schwimmen, wenn die Entwicklung so weitermacht.

Laut Forschern befinden sich bereits mehr als 100 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. PET-Flaschen, Zahnbürsten, Plastiktüten, Zigaretten und Einwegverpackungen die nicht recycelt wurden, schwimmen zur Genüge in den Gewässern herum. Jedoch auch Mikroplastik aus Kosmetika, wie Plastikkügelchen aus Peelings, die über die Kanalisation ins Meer gelangen sind dort zu finden.

Mikro- und Makroplastik?

Als Mikroplastik werden kleine Plastikteilchen bezeichnet die kleiner als 5mm sind und somit mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Alles andere fällt unter den Begriff Makroplastik wie zum Beispiel Plastikflaschen oder Plastiktüten.

Auch Textilien sind mit ein Verursacher für Mikroplastik in unseren Gewässern. Durch Nutzung der Waschmaschine gelangen viele kleine synthetische Fasern der Kleidung in die Kläranlagen, die dort zu einem Großteil herausgefiltert werden, jedoch nur größtenteils, der Rest schwimmt weiter in Flüsse und ins Meer.

Einer der größten Verursacher von Mikroplastik ist laut Studien der Abrieb von Reifen, allen voran der Autoreifen - davon gelangen sehr große Mengen in unsere Gewässer. Durch weniger Autofahren, schonen wir somit nicht nur den CO2 Ausstoß sondern auch die Abgabe von Mikroplastik.

Eine schlimme Folge der ganzen Abfälle in unseren Gewässern ist, das Tiere die vielen Abfälle auf Grund des Geruchs mit Nahrung verwechseln. Viele Tiere ersticken, sterben an Verstopfung oder verhungern, da sie durch die nicht zersetzbaren Materialien ein ständiges Sättigungsgefühl haben.

Die Ursachen für diese rasante, negative Entwicklung sind der übermäßige Plastikverbrauch sowie mangelnde Abfallkonzepte. Der Großteil des Plastikmülls kommt aus Südostasien, der über die großen Flüsse in den indischen Ozean geschwemmt wird. Jedoch gibt es auch in Europa (der zweitgrößte Plastikproduzent) ähnliche Probleme. Der pro Kopf Anteil von Abfall liegt hier bei über 700kg pro Jahr, hinzu kommen die Millionen von Touristen, die jährlich ans Mittelmeer fahren.

Die große Herausforderung in diesen Ländern sind mangelnde Abfallkonzepte, die so gut wie keine Regelungen für Sammlung, Recycling und Verarbeitung von Abfällen festgelegt haben.

Der Müll in unseren Weltmeeren ist unausweichlich ein globales Problem, das wir nicht länger aufschieben können. Wir müssen gemeinsam, weltweit zusammenarbeiten und weiter darum kämpfen, dieses wichtige Thema zu verbreiten und ein Bewusstsein bei jedem Einzelnen dafür zu schaffen - I care about us.

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